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AC-Neuinstallation — Bördel- und Drehmomentanzugsverfahren
Wahrscheinliche Ursachen
Schritt 1 — Das Kupferrohr schneiden, entgraten und bördeln (45°-Standard)
Prüfen: Das Rohr rechtwinklig mit dem Rohrschneider schneiden — nie Säge/Feile verwenden (verformt den Querschnitt). Die inneren Grate mit einer Reibahle entfernen — aber nie zu viel entgraten (verdünnt die Kupferwand). Die Rohrendverlängerung im Bördelwerkzeug muss dem Maß entsprechen (typischerweise 1–1,5 mm). Die Bördelfläche muss frei von Rissen, ovaler Verzerrung oder rauer Oberfläche sein.
Maßnahme: Ein Ratschen- oder Kupplungs-Bördelwerkzeug verwenden — sichert einen konsistenten Bördeldruck. R-32/R-410A erfordert eine etwas dickere Bördelwand vs. R-22 — ein neueres A2L-kompatibles Werkzeug verwenden. Den Bördel nach der Formung visuell prüfen — werden Defekte gefunden, abschneiden und neu machen (nie versuchen, einen bestehenden Bördel zu reparieren).
Schritt 2 — Nach der Drehmomenttabelle anziehen (sowohl Über- als auch Unterdrehmoment verursachen Lecks)
Prüfen: Einen Drehmomentschlüssel + einen 90°-Krähenfuß verwenden. Standarddrehmoment: 1/4" (Flüssigkeit) 17,6–24,5 N·m (13–18 ft·lb, Idealpunkt 15 ft·lb), 3/8" (Ansaugung) 33,3–41,2 N·m (25–30 ft·lb), 1/2" 49,0–61,8 N·m, 5/8" 63–78 N·m. R-410A/R-32 verwenden eine separate Spezifikation (nie querverweisen). Das Herstellerhandbuch hat Vorrang.
Maßnahme: Eine kleine Menge Nylog Blue oder Kältemaschinenöl auf die Bördelfläche vor dem Anziehen auftragen — verteilt die Reibung, sichert die Abdichtung. Mit aufgetragenem Dichtmittel das untere Ende des Drehmoments verwenden (unter 15 ft·lb riskiert ein Leck). Das Rohr mit einer Hand halten, damit die Bördelmutterdrehung das Rohr nicht dreht. Das Drehmoment innerhalb 24 Stunden der Installation erneut prüfen (das Setzen kann ~5 % Drehmoment verlieren).
Häufige Leckursachen — Installationsfehler-Selbstdiagnose
Prüfen: 10 Leckursachen (ACServiceTech): ① Überdrehmoment (Bördelriss) ② Unterdrehmoment (kein Sitz) ③ Rohrdrehung (zerkratzter Sitz) ④ Überentgraten (dünnes Kupfer) ⑤ Risse/Ablagerungen am Bördelende ⑥ falscher Winkel (nicht 45°) ⑦ kein Schmiermittel ⑧ Enden während des Drehmoments nicht gehalten ⑨ gealtertes Kupferrohr ⑩ R-22-Drehmomenttabelle auf R-32 angewendet.
Maßnahme: Unmittelbar nach dem Anziehen sowohl den Vakuum-Abfalltest (separater Fall) als auch den Stickstoff-Dichtheitstest (separater Fall) bestehen, bevor das Kältemittel gefüllt wird. Wird ein Leck gefunden, diese Verbindung abschneiden und neu bördeln — nie über einen bestehenden Bördel nachziehen. 5–10 % Kupferrohrabfall pro Meter akzeptieren — die Reparaturbesuchskosten übersteigen die Materialkosten bei weitem.
Bördellecks sind die Ursache Nr. 1 für Neuinstallationsfehler. Drehmomentschlüssel + Nylog Blue + Ratschen-Bördelwerkzeug = 90 % Reduzierung der Leckrate. Eine Schutzhülse am Kupfer an freiliegenden Bördelbereichen anbringen, die für Außeneinheitsvibration anfällig sind. R-32 leicht brennbar — Lecks bergen Brand-/Explosionsgefahr; einen A2L-kompatiblen Leckdetektor verwenden.
Alle 565 Fälle laufen offline in R-Pro, dazu Fehlercodes von 62 Marken und P-T-Daten für 108 Kältemittel.
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