R-ProPraxisfälleKühlschränke und Vitrinen

Druckgasdruck-Schwankung — Pulsation, Oszillation, zyklische Änderungen

Wahrscheinliche Ursachen

Betrieb des Verflüssigerlüfter-Taktdruckschalters

Prüfen: Absichtlicher, normaler Betrieb bei niedriger Umgebung oder Teillast. Lüfter EIN senkt die Hochdruckseite → AUS → der Druck steigt → EIN taktet. Ein Zyklus von 30 sek bis 3 min ist normal. Zyklen unter 1 min bedeuten, dass die Differenz zu klein ist.

Maßnahme: 1) Die Differenz des Lüfter-Taktdruckschalters anpassen — typischerweise AUS-Druck = EIN-Druck + 30–50 psi (~0,2–0,35 MPa). 2) Zu schnelle Zyklen beschleunigen den Verdichter-/Lüftermotorverschleiß → die Differenz erhöhen. 3) Tritt das Takten im Normalbetrieb über 25 °C Umgebung auf, eine Unterfüllung oder Batterieblockade verdächtigen.

TXV/EEV-Pendeln — Schwingung des Expansionsventils

Prüfen: Druckschwingung von 10–30 sek (nieder und hoch gleichzeitig) → ein Expansionsventilpendeln verdächtigen. Eine Hochdruckseiten-Amplitude ≥0,2 MPa ist deutlich. Die Reifzone der Saugleitung variiert auch synchron.

Maßnahme: 1) Den Fall superheat-hunt beachten — zuerst die Fühlerposition/-isolierung prüfen. 2) Für das EEV das Regler-PID anpassen (die Reaktion vom Standard verlangsamen). 3) Das EEV für Systeme mit großen Lastschwankungen empfehlen (Multi-Verdampfer). 4) Ein anhaltendes Pendeln riskiert einen Verdichter-Flüssigkeitsschlag — sofort stabilisieren.

Verflüssigerlüftermotorlager abgenutzt — unregelmäßige Drehzahl

Prüfen: Periodisches 'Surr-Surr'-Geräusch vom Lüfter; die Lagervibration mit dem Vibrationsmesser messen — 2–3x der Normalwert weist auf Verschleiß hin. Das Motorgehäuse am Lagerbereich berühren; eine anormale Wärme bestätigt auch.

Maßnahme: 1) Eine Fettnachfüllung der Motorlager versuchen (nur wenn Schmiernippel vorhanden). 2) Bei Wirkungslosigkeit oder fehlenden Nippeln den Motor ersetzen. 3) Abgenutzte Lager → reduzierter Luftstrom → Druckschwankung → erhöhter Verdichterstress. 4) Eine jährliche Motorvibrationsprüfung empfehlen.

Praxistipp

Die Druckschwankungsdiagnose beruht auf der Unterscheidung zwischen beabsichtigt (Lüfterschaltung) und unbeabsichtigt (Pendeln, mechanischer Verschleiß). Einen Datenlogger verwenden, um Druckänderungen 1+ Stunde aufzuzeichnen, dann das Muster analysieren.

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