R-ProPraxisfälleKlimaanlage

Kanalleckage über 15 % → verminderte gelieferte Leistung

Wahrscheinliche Ursachen

Kanalverbindungsband abgelöst — die Haftung des Aluminiumbands in Hochtemperatur-/Feuchtumgebung geschwächt

Prüfen: Den Nennluftstrom des Lüfters (m³/h) mit der Summe der gemessenen Ausblasgitter-Luftströme vergleichen — Abweichung ≥15 % lässt ein Leck vermuten. Rauch mit dem Rauchstift in den Kanal einleiten und das Leck an den Verbindungen lokalisieren.

Maßnahme: Das vorhandene Band vollständig entfernen → ein UL-181B-zertifiziertes Aluminiumfolienband neu auftragen (Verpressung bestätigen) → Kanalaufhänger in 1,5-m-Abständen an horizontalen Strecken hinzufügen → nach der Reparatur den CFM je Ausblasgitter erneut messen (±10 % der Auslegung).

Flexkanal übermäßig geknickt — die Innenauskleidung beschädigt, verursacht ein Leck

Prüfen: Den Flexkanal in der Decke visuell prüfen — die mit einem Radius kleiner als 1,5× dem Kanaldurchmesser geknickten Abschnitte lokalisieren. Den geknickten Bereich von Hand begradigen, um einen Schaden der Innenauskleidung zu erkennen.

Maßnahme: Die geknickten Flexkanalabschnitte ersetzen — mit einem Biegeradius ≥1,5× dem Kanaldurchmesser neu installieren → Aufhänger hinzufügen, um ein Durchhängen unter Eigengewicht zu verhindern.

Praxistipp

Den CFM an jedem Ausblasgitter mit dem Anemometer messen und mit dem Nenn-Lüfterluftstrom vergleichen — bei Gesamtabweichung ≥15 % sofort auf Kanalleckage prüfen. Jährliche Prüfung empfohlen.

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