R-ProPraxisfälleKlimaanlage

Kältemittelleckage an der Bördelverbindung — Leck an der Rohrverbindung

Wahrscheinliche Ursachen

Bördelmutter unterangezogen — unter dem spezifizierten Drehmoment

Prüfen: Alle Bördelverbindungen mit dem elektronischen Leckdetektor absuchen (Empfindlichkeit ≤0,1 g/Jahr). Bei großen Lecks Seifenblasen auftragen. Das niederseitige Manometer auf die Leckrate überwachen.

Maßnahme: Mit dem Drehmomentschlüssel nachziehen — Ø6,35: 14–18 N·m / Ø9,52: 34–42 N·m / Ø12,7: 49–61 N·m → nach dem Nachziehen einen Stickstoff-Drucktest (1,5 MPa, 24 h) durchführen, um kein weiteres Leck zu bestätigen.

Bördelfläche zerkratzt oder Winkel fehlerhaft — schlechte Auflage verursacht ein Leck

Prüfen: Die Mutter abnehmen und die Bördelfläche visuell und durch Berührung prüfen — auf Kupferspäne, Kratzer, ovale Verformung prüfen. Den Winkel mit der Lehre messen, um zu bestätigen, dass er innerhalb ±2° von 45° liegt.

Maßnahme: Den vorhandenen Bördel abschneiden und neu bördeln → für Hochdruckkältemittel R-410A/R-32 einen Doppelbördel oder eine Verschraubung verwenden → auf Spezifikation nachziehen → Drucktest.

Mutter durch Vibration oder wiederholten Stoß gelockert

Prüfen: Die Außeneinheit auf Vibration prüfen, dann die Bördelmutter von Hand auf Spiel testen. Den Abstand der Rohrhalteschellen und den Befestigungszustand prüfen.

Maßnahme: Auf Spezifikation nachziehen → zusätzliche Rohrschellen in max. 1,5-m-Abständen befestigen → Schwingungsdämpfer unter die Füße der Außeneinheit installieren, um die Vibration zu isolieren.

Praxistipp

Ohne Drehmomentschlüssel: von Hand festziehen, dann 1/6–1/4 Umdrehung mit dem Schlüssel hinzufügen. Das ist nur eine Notlösung — ein Drehmomentschlüssel ist immer erforderlich.

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