R-ProPraxisfälleKlimaanlage

Kondensation am Auslass der Inneneinheit → Deckenflecken

Wahrscheinliche Ursachen

Innenraumluftfeuchtigkeit zu hoch — der Taupunkt übersteigt 70 % rF

Prüfen: Die Innenraum-rF mit dem digitalen Hygrometer messen — bei ≥70 % sind die Kondensationsbedingungen am kalten Auslassmetall erfüllt. Die Sollwerttemperatur mit dem Innentaupunkt vergleichen.

Maßnahme: Den Sollwert auf 22 °C+ anheben, um die kurzfristige Kondensationsbeseitigung zu prüfen → bei hoher Luftfeuchtigkeit die Belüftung verbessern oder einen separaten Entfeuchter empfehlen → eine Innen-rF unter 60 % anstreben.

Isolierschaum im Auslassgehäuse gealtert oder abgelöst → Wärmebrücke entstanden

Prüfen: Den Isolierschaum im Auslassgehäuse der Inneneinheit prüfen — visuell auf Ablösung, Schrumpfung, fehlende Abschnitte prüfen. Bestätigen, ob die Kondensation auf bestimmten Bereichen des Gehäuses konzentriert ist.

Maßnahme: Den gesamten Isolierschaum im Gehäuse entfernen → expandiertes Polyethylen (PE-Schaum) ≥3 mm dick mit Klebstoff + doppelseitigem Band neu anbringen → keine Spalten an den Nähten sicherstellen.

Kältemittelüberfüllung — der Flüssigkeitsrücklauf verursacht einen starken Verdampfertemperaturabfall

Prüfen: Die SST mit dem niederseitigen Manometer prüfen — R-410A 0,5 MPa ≈ 0 °C; darunter eine Überkühlung verdächtigen. Die Überhitzung messen — unter 5–8 K weist auf Überfüllung oder ein weit offenes Expansionsventil hin.

Maßnahme: Das überschüssige Kältemittel absaugen, bis die Überhitzung 5–8 K erreicht → nach der Anpassung prüfen, dass die Kondensation am Auslass beseitigt ist.

Praxistipp

Bei Kondensationsverdacht die Oberflächentemperatur des Auslasses mit einem Digitalthermometer messen — unter dem Innen-Taupunkt = Kondensation bestätigt. Die Oberfläche nicht berühren.

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