R-Pro › Praxisfälle › Klimaanlage
Riss/Bruch des Außenlüfterrads (Vibration → Wellenunwucht → Motorlagerschaden)
Wahrscheinliche Ursachen
Ermüdungsriss des Blatts oder Fremdkörperaufprall → sofortige Unwucht
Prüfen: Den Strom trennen und eine vollständige Sichtprüfung des Blatts durchführen: gegen das Licht halten und von der Wurzel bis zur Spitze auf Risse prüfen — bei Rissen ≥0,5 mm ersetzen. Die Gehäusevibration im Betrieb messen — ≤3 mm/s ist normal.
Maßnahme: Das Blatt ersetzen: das spezifizierte Drehmoment mit dem Drehmomentschlüssel (typischerweise 5–8 N·m) an der Nabenschraube anwenden. Statische Auswuchtprüfung: auf eine horizontale Vorrichtung legen und eine Gewichtsabweichung ≤10 g prüfen. Gleichzeitig das Motorlager prüfen. Beim ersten Start nach dem Austausch ≥3 m zurücktreten und 1 Minute beobachten — ein weggeschleudertes gebrochenes Blatt ist tödlich.
Schlechte Installation — Nabenschraube unterangezogen verursacht Schlupf und exzentrische Drehung
Prüfen: Die Nabenschraube mit dem Drehmomentschlüssel prüfen — bei unter dem spezifizierten Drehmoment (5–8 N·m) sofort anziehen. Auf Schlupfspuren (Kratzer) zwischen der Blattnabe und der Motorwelle prüfen.
Maßnahme: Auf das spezifizierte Drehmoment nachziehen. Sind Schlupfspuren vorhanden, die Nabe oder Motorwelle auf Schaden prüfen — bei starker Beschädigung die Teile ersetzen. Die Vibration nach dem Neustart erneut messen.
Vor dem ersten Frühjahrsstart nach der Winterabschaltung ist eine Sichtprüfung des Lüfterrads Pflicht — Sprödbruch bei Kälte ist häufig. Über 5 Jahre im Freien genutzte Lüfterräder riskieren UV-geschädigte Oberflächenrisse.
Alle 565 Fälle laufen offline in R-Pro, dazu Fehlercodes von 62 Marken und P-T-Daten für 108 Kältemittel.
R-Pro öffnen →Verwandte Fälle
- Gerät völlig funktionsunfähig
- Verschiedene ungewöhnliche Geräusche im Betrieb
- Wasseraustritt aus der Inneneinheit / schlechter Ablauf
- Übler Geruch im Betrieb
- Durchbrand des IGBT-Moduls der Wechselrichterplatine (Fehler E6/H6)
- Durchbrand des BLDC-Außenlüftermotors (Lagerverschleiß → Überstromauslösung)