R-ProPraxisfälleKlimaanlage

Aufblähung des Elektrolytkondensators im PFC-Kreis (erhöhter Ripplestrom → Kapazitätsabfall)

Wahrscheinliche Ursachen

DC-Zwischenkreis-Elektrolytkondensator am Lebensende (typischerweise 8–10 Jahre) → steigender ESR → Aufblähung

Prüfen: Sichtprüfung: obere Kreuzentlüftung gewölbt oder Elektrolytrückstand. Die Kapazität mit dem LCR messen — bei unter 80 % des Nennwerts ersetzen (z. B. 450 V 1000 μF → unter 800 μF). Den ESR messen: normal unter 100 mΩ, über 500 mΩ weist auf aktiven Abbau hin.

Maßnahme: Durch gleiche Spannung und Kapazität ersetzen, hochgestuft auf ≥105 °C. Auch den PFC-Drosselkern auf Sättigung prüfen (gleichzeitiger Schaden ist häufig). Nach dem Austausch die DC-Zwischenkreisspannungs-Wellenform am Oszilloskop prüfen: Welligkeit ≤±15 V ist normal.

Umgebungstemperatur über 55 °C + häufige EIN/AUS-Zyklen → vorzeitiger Kondensatorabbau

Prüfen: Die Innentemperatur der Außeneinheit mit dem IR-Thermometer messen — über 55 °C weist auf schlechte Wärmeabgabe hin. Die Beschattung und Belüftung um die Außeneinheit prüfen. Das Steuerprotokoll auf die tägliche Startzahl prüfen.

Maßnahme: Eine Beschattung über der Außeneinheit installieren und den Abstand sicherstellen (mindestens 300 mm von der Vorderseite). Übermäßiges EIN/AUS: die Temperatursollwerte anpassen, um Zyklen zu reduzieren. In lebensdauerverkürzenden Umgebungen wird ein vorbeugender Austausch alle 5 Jahre empfohlen.

Praxistipp

Nach dem Kondensatoraustausch immer die Entladung prüfen: bestätigen, dass die DC-Zwischenkreisspannung mindestens 5 Minuten nach dem Ausschalten unter 50 V liegt, bevor du berührst. Nie mit nassen Händen arbeiten.

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