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Kältemittel-Identifikationskit — Verwendung, Ergebnisinterpretation und alternative Identifikationsmethoden
Wahrscheinliche Ursachen
Warum die Identifikation wichtig ist — den Systemetiketten nicht allein vertrauen
Prüfen: Feldszenarien: ① Das Typenschild sagt R-22, aber ein vorheriger Techniker hat R-410A eingemischt (unsachgemäße Nachrüstung) → das Etikett lügt. ② Ein mit 'R-22' etikettierter Absaugtank enthält tatsächlich R-22 + R-12 + Luft + unbekanntes Gas (akkumulierte Absaugungen aus vielen Systemen). ③ Gefälschtes Kältemittel oder betrügerisch gefüllte Einwegdosen (gemeldet in US-, China-, SO-Asien-Märkten). ④ Ein vorheriger Techniker hat mit dem nachgefüllt, was er für R-407C hielt, aber es war R-22 (falsch etikettierte Marke). Folgen: das falsche Gas beschädigt das System, die Absaugung kreuzkontaminiert andere Tanks, und Absaugtank-Explosionsrisiko, wenn Brennbare (R-290, R-32) sich mit Nicht-Brennbaren mischen.
Maßnahme: Wann verwenden: ① Ein System, das Sie zum ersten Mal sehen — identifizieren, bevor Sie es berühren. ② Direkt vor der Absaugung — verhindert, dass ein unbekanntes Gas die Absauganlage beschädigt und die Tanks kontaminiert. ③ Direkt vor dem Füllen — wenn Sie am Dosenetikett zweifeln (Fälschungsverdacht / lange Lagerung / ungewöhnliche Etikettenfarbe). ④ Unbekannte Servicehistorie — wenn Sie einen Hinweis auf ein anderes Gas als das Typenschild entdecken. Technikerpflicht — das Identifikatorergebnis mit einem Foto in der R-Pro-Inspektionskarte aufzeichnen, damit künftige Besuche die Historie vergleichen können.
Betriebsverfahren und Ergebnisinterpretation (Fokus R-22, R-410A, R-32, R-134a)
Prüfen: Verfahren: ① Einschalten, mit Luft oder N₂ auf null kalibrieren (1–2 min). ② Den Identifikatorschlauch am Serviceanschluss des Systems oder Absaugtanks anschließen. ③ Eine kleine Gasmenge beproben (5–10 mL genügt). ④ Ergebnis: die Anzeige zeigt Verhältnisse wie 'R-22 92 % / R-410A 5 % / Luft 3 %'. 100 % Einzelgas bedeutet sauber; ein signifikantes Gemisch bedeutet Verunreinigung. Interpretation — ① Einzelgas ≥98 % (Luft/Feuchtigkeit ≤2 %) = sauber, verwendbar. ② Einzelgas 90–98 % = leicht verunreinigt, verwendbar, aber Inspektion empfohlen. ③ Einzelgas <90 % = verunreinigt, Entsorgung/professionelle Absaugung empfehlen. ④ Mehrere Kältemittel gemischt = entsorgen; das betroffene System und den Absaugtank isolieren.
Maßnahme: Alternative Methoden (kein Identifikator zur Hand): ① Druckprüfung — die Umgebung und den Systemdruck (System aus) am Manometer messen; mit den Sättigungsdrücken der PT-Tabelle vergleichen. R-22 ≈ 9,5 bar bei 25 °C Umgebung, R-410A ≈ 15,5 bar, R-134a ≈ 5,6 bar — der Gastyp kann aus dem Druck erraten werden. Geringe Genauigkeit (das Mischen oder die Luft beeinflusst die Ergebnisse) → nur als Hinweis verwenden. ② Farbteststreifen — an einigen Systemen vorhanden, wo das Etikett am Gehäuse ist. Nur grundlegend. ③ Drahtlose Spektroskopie (von einigen Profis in den US/EU gehalten) — 99 % Genauigkeit, aber teuer und selten. Der Identifikator bleibt der zuverlässigste. Eine Einheit kostet etwa 400–1200 $. Für einen R-Pro-Techniker ist ein solches ein professionelles Standardwerkzeug.
Die Kältemittelidentifikation ist in vielen Rechtsräumen vor der Absaugung empfohlen oder vorgeschrieben (EPA 608 in den USA, F-Gas in der EU, ARC in Australien). Es ist nicht nur eine Sicherheitspraxis, sondern Teil der Regelkonformität — sich angewöhnen, jede Rückgewinnungsflasche mit der Identifikatorausgabe (Gasname, Reinheit, Datum) zu etikettieren; das wird bei einem Audit zum Nachweis. Das Foto in der R-Pro-Prüfkarte zu behalten gibt dem Techniker einen persönlichen Haftungsschutz.
Alle 565 Fälle laufen offline in R-Pro, dazu Fehlercodes von 62 Marken und P-T-Daten für 108 Kältemittel.
R-Pro öffnen →Verwandte Fälle
- Anormale Überhitzung — Diagnose niedrig / hoch
- Überhitzungspendeln — TXV-Pendeln
- Überhitzung nicht messbar — Zuverlässigkeitsfehler von Manometer oder Thermometer
- Anormale Unterkühlung — Diagnose niedrig / hoch
- Unterkühlung null — kontinuierliche Blasen im Flüssigkeitsschauglas
- Verwendung der PT-Tabelle — Diagnose der Druck↔Temperatur-Umrechnung