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Systemvakuumtest mit Manifold-Manometer — Verfahren und Bestehenskriterien
Wahrscheinliche Ursachen
Schritt 1 — die Vakuumpumpe anschließen und das Standardvakuum ausführen
Prüfen: Werkzeuge: Vakuumpumpe (≥2-stufig, ≥6 CFM), Manometer, digitales Mikron-Vakuummeter, vakuumtaugliche Schläuche (kurz und großer Durchmesser bevorzugt). Anschließen: mittlerer Manometerschlauch → Vakuumpumpe; Mikron-Vakuummeter direkt am Serviceanschluss des Systems oder an einem Manometer-T. Die Manometerventile Niederdruck- und Hochdruckseite öffnen. Bleibt Kältemittel im System, es zuerst absaugen — die Vakuumpumpe niemals für Kältemittel verwenden (Pumpenschaden + atmosphärische Freisetzungsverletzung).
Maßnahme: Verfahren: ① Die Pumpe starten → beide Manometer fallen schnell unter 0 PSIG. ② Das Mikron-Vakuummeter beobachten. Die Zeit bis zum ersten 1000-Mikron-Ziel messen (15 min bis mehrere Stunden je nach System). ③ Über 1000 hinaus bis 250–500 Mikron fortsetzen (typischerweise weitere 30 min–2 h). ④ Für große kommerzielle/industrielle Systeme ein dreifaches Vakuum verwenden: Vakuum → 0,5 bar Stickstoff → Neuvakuum → Stickstoff → Neuvakuum.
Schritt 2 — das Vakuum isolieren und den Abfalltest ausführen
Prüfen: Verfahren: ① Bei 250–500 Mikron die Pumpe stoppen (den mittleren Manometerschlauch schließen oder die Pumpe trennen). ② Nur das Mikron-Vakuummeter angeschlossen lassen → 30 Minuten beobachten. ③ Ergebnis: stabil innerhalb 500 Mikron = bestanden (kein Leck, keine Feuchtigkeit). 1000–2000 stabil = Restfeuchtigkeit (mehr Vakuum nötig). 5000+ kontinuierlich steigend = Leck oder undichter Schlauch/Verbindung. ④ Die Manometerschläuche selbst können leicht lecken — sie trennen und nur mit dem Mikron-Vakuummeter am System erneut testen.
Maßnahme: Feuchtigkeitsbehebung: die Pumpe neu starten, die Zeit verlängern (2–4 h) + die Saugleitung erwärmen (30–40 °C mit sanfter Heißluftpistole). Wenn unzureichend, ein dreifaches Vakuum ausführen. Leckbehebung: das System mit 150 PSIG Stickstoff + Seife oder Lecksuchflüssigkeit unter Druck setzen → die Blasen markieren die Leckstelle. Reparieren und neu evakuieren. Nach dem Bestehen: das Manometer schließen und die Kältemittelfüllung starten (Flüssigkeitsfüllung für Glide-Gemische; Dampf akzeptabel für reine Kältemittel). Nach dem Füllen die ServiceKappen beim Entfernen des Manometers fest anziehen und mit dem Leckdetektor erneut prüfen.
Häufige Fehler: ① 30 inHg auf der Manifold-Skala als 'Vakuum vollständig' zu behandeln (das sind ~25.400 Mikron — Feuchtigkeit bleibt). ② Lange, enge Vakuumschläuche (Standard-Manifold-Schläuche) verwenden → viel länger bis zum Ziel. ③ Das Mikron-Vakuummeter neben dem Manifold statt am System montieren → Manifold-Schlauchlecks verborgen, falsches Bestehen. Alles lösen durch ein digitales Mikron-Vakuummeter, direkte Systemverbindung und kurze großlumige Schläuche.
Alle 565 Fälle laufen offline in R-Pro, dazu Fehlercodes von 62 Marken und P-T-Daten für 108 Kältemittel.
R-Pro öffnen →Verwandte Fälle
- Anormale Überhitzung — Diagnose niedrig / hoch
- Überhitzungspendeln — TXV-Pendeln
- Überhitzung nicht messbar — Zuverlässigkeitsfehler von Manometer oder Thermometer
- Anormale Unterkühlung — Diagnose niedrig / hoch
- Unterkühlung null — kontinuierliche Blasen im Flüssigkeitsschauglas
- Verwendung der PT-Tabelle — Diagnose der Druck↔Temperatur-Umrechnung