R-Pro › Praxisfälle › Tiefkühlung und Ultratieftemperatur
Verschleiß des Lüfterriemens des Luftkühlers → verminderter Luftstrom und Leistung
Wahrscheinliche Ursachen
Verschleiß des Keilriemens — der Luftstrom fällt von 6~8 m/s Auslegung auf unter 3 m/s, Riemenflanken glänzend und gerissen
Prüfen: Den Ausblasstrom mit dem Anemometer messen (unter 3 m/s = sofortige Prüfung) + den Riemen visuell prüfen: auf glänzende Flanken, Risse und Verschleißpulver prüfen.
Maßnahme: 1. Den Keilriemen ersetzen: gleiche Teilenummer und Länge verwenden, die Spannung nach der Installation auf max 10 mm Durchhang einstellen 2. Nach dem Austausch den auf über 6 m/s wiederhergestellten Luftstrom mit dem Anemometer prüfen 3. Das Riemenaustauschintervall für Kühlraumumgebungen auf 6 Monate verkürzen (vs. 12 Monate Standard).
Riemenscheiben-Fehlausrichtung — der Riemen läuft zu einer Seite und verursacht beschleunigten Verschleiß und Vibrationsgeräusch
Prüfen: Ein Haarlineal oder Laser-Ausrichtwerkzeug verwenden, um zu bestätigen, dass die treibende und getriebene Riemenscheibe in derselben Ebene sind → Fehlausrichtung bei einer Abweichung über 0,5 mm.
Maßnahme: 1. Die Riemenscheibenausrichtung durch Anpassung der Motor- oder Lüfterwellenposition korrigieren (innerhalb 0,5 mm Toleranz) 2. Die Befestigungsschrauben der Riemenscheibennabe auf das spezifizierte Drehmoment nachziehen 3. Nach der Ausrichtungskorrektur durch erneute Messung nach 1 Betriebsstunde prüfen.
Ermüdung der Riemenspannerfeder — unfähig, die Spannung zu halten, erhöhter Schlupf
Prüfen: Die Position des Spannerarms prüfen — übersteigt der Riemendurchhang 10 mm unter der natürlichen Federspannung, Federermüdung oder Spannerdefekt.
Maßnahme: 1. Die gesamte Spannerbaugruppe ersetzen (Feder, Arm, Riemenscheibe als Einheit) 2. Nach dem Austausch einen Durchhang innerhalb 10 mm bestätigen 3. Den Durchhang in der ersten Woche nach dem Austausch täglich prüfen (die anfängliche Einlaufung bestätigen).
Das Lüfterlager beginnt zu fressen — erhöhter Drehwiderstand überlastet den Riemen
Prüfen: Die Lageroberflächentemperatur messen (normal: innerhalb Umgebung +20 °C) + auf ungewöhnliches Geräusch hören (Schleifen, Grollen).
Maßnahme: 1. Lagerfett einspritzen (alle 3 Monate, ein lithiumbasiertes Tieftemperaturfett verwenden) 2. Bessern sich Geräusch und Temperatur nach dem Schmieren nicht, das Lager ersetzen 3. Beim Austausch ein für die Kühlraumumgebung geeignetes Lager wählen (Tieftemperatur-Rostschutzbeschichtung).
Überlastbetrieb (erzwungener Lüfter mit vereister Batterie) verursacht vorzeitigen Riemenausfall
Prüfen: Die Reifdicke der Batterie vor dem Abtauen prüfen — bei über 5 mm vor dem Starten der Lüfter abtauen. Den Lüfteranlaufstrom (Ampere) messen — 20 %+ über dem Nennwert weist auf einen Batterieüberlastzustand hin.
Maßnahme: 1. Das Betriebsverfahren überarbeiten: das vollständige Abtauen vor dem Starten der Lüfter bestätigen, wenn der Batteriereif 5 mm+ beträgt 2. Zwangsabtauen: 3-kW-Heißluftpistole oder Dampfpistole 30~60 min; natürliches Nur-Lüfter-Abtauen verboten (Produktverlust) 3. Eine Lüfteranlaufstrom-Verriegelung einstellen — den Start blockieren, wenn der Strom 130 % des Nennwerts übersteigt.
Beim Riemenwechsel immer auch den Verschleiß der Riemenscheibennut prüfen. Berührt der Riemen den Nutgrund, muss auch die Riemenscheibe ersetzt werden.
Alle 565 Fälle laufen offline in R-Pro, dazu Fehlercodes von 62 Marken und P-T-Daten für 108 Kältemittel.
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- Temperatur des Kühlraums / Gefrierraums steigt
- Reifbildung am Kühlraum-Verdampfer / Abtaufehler
- Startfehler / Überlast des Kühlraumverdichters
- Feuchtigkeitsverunreinigung im Kühlraumsystem
- Bruch des Bodenheizkabels im Gefrierraum → Bodenfrosthebung
- Verhärtung und Schrumpfung der Türdichtung → Kaltluftverlust (verschlimmerte Außenkondensation)