R-Pro › Praxisfälle › Tiefkühlung und Ultratieftemperatur
Kerntemperatur des Lebensmittels im Schockfroster erreicht -18 °C nicht
Wahrscheinliche Ursachen
Blastlüfter-Luftstrom unter 3 m/s — Riemen gedehnt oder Lüfterblatt beschädigt
Prüfen: Den Luftstrom an 3+ Ausblaspunkten mit dem Anemometer messen — bei unter 3 m/s den Riemendurchhang (über 10 mm) und einen Blattschaden prüfen.
Maßnahme: 1. Den Riemen ersetzen und die Spannung neu einstellen (max 10 mm Durchhang) 2. Den gesamten Blattsatz bei Beschädigung ersetzen (Unwucht verhindern) 3. Nach dem Austausch einen Luftstrom über 6 m/s mit dem Anemometer prüfen.
Reifdicke der Verdampferbatterie über 5 mm — unzureichende Abtauzyklen (weniger als 2/Tag)
Prüfen: Die Reifdicke der Batterie vor dem Blastbetrieb prüfen + den Strom der elektrischen Abtauheizung messen (einen Heizungsbruch verdächtigen bei 20 %+ unter dem Nennstrom).
Maßnahme: 1. Ein Zwangsabtauen durchführen: 3-kW-Heißluftpistole oder Warmwassersprühen 30~60 min; das natürliche Nur-Lüfter-Abtauen ist verboten (Produktverlustrisiko) 2. Den Abtauzyklus auf 3-mal/Tag erhöhen 3. Ist das Heizelement gebrochen, ersetzen und die Wiederherstellung des Nennstroms prüfen.
Wagen-Beladungsabstände zu eng — blockieren die Luftzirkulation zwischen den Produkten
Prüfen: Die Abstände zwischen den Produkten direkt mit dem Lineal messen → bei unter 50 mm neu anordnen. Eine ungleichmäßige Lufttemperatur in der Kammer (Abweichung von 8 °C+ zwischen Eintritt und Austritt) ist ebenfalls ein Beleg für unzureichenden Abstand.
Maßnahme: 1. Die Produkte auf dem Wagen auf einen Mindestabstand von 50 mm neu anordnen 2. Bodenführungslinien im Wagen markieren oder Abstandshalter bereitstellen 3. Die Bediener schulen: erklären, dass unzureichender Abstand ein Kerntemperaturversagen verursacht.
Niedriges Kältemittel verursacht niedrigen Verdampfungsdruck — Saugdruck 20 %+ unter normal
Prüfen: Das Saugdruckmanometer prüfen → bei 20 %+ unter der Auslegung, niedriges Kältemittel. Die jährlichen Füllaufzeichnungen prüfen.
Maßnahme: 1. Das Leck mit dem elektronischen Leckdetektor lokalisieren 2. Das Leck reparieren, dann absaugen, evakuieren und auf die Auslegungsfüllmenge nachfüllen (±5 %) 3. Den Saugdruck und die Überhitzung erneut prüfen.
Türdichtung der Blastkammer verschlissen — Kaltluftleckage verursacht 15~25 % Leistungsverlust
Prüfen: Bei geschlossener Tür ein A4-Blatt an 8 Punkten einschieben und ziehen — gleitet es widerstandslos heraus, ist ein Dichtungsaustausch nötig.
Maßnahme: 1. Die verschlissene Türdichtung ersetzen — mindestens 5 mm Dichtungskompression sicherstellen 2. Die Scharniere und Türschließer anpassen, um das vollständige Schließen zu bestätigen 3. Nach dem Austausch den 8-Punkte-Papiertest wiederholen.
Das Ende des Schockfrostens ist an der Kerntemperatur des Produkts (≤-18 °C) zu beurteilen, nicht an der Kammertemperatur. Ein Kernthermometer ist unverzichtbar.
Alle 565 Fälle laufen offline in R-Pro, dazu Fehlercodes von 62 Marken und P-T-Daten für 108 Kältemittel.
R-Pro öffnen →Verwandte Fälle
- Temperatur des Kühlraums / Gefrierraums steigt
- Reifbildung am Kühlraum-Verdampfer / Abtaufehler
- Startfehler / Überlast des Kühlraumverdichters
- Feuchtigkeitsverunreinigung im Kühlraumsystem
- Bruch des Bodenheizkabels im Gefrierraum → Bodenfrosthebung
- Verhärtung und Schrumpfung der Türdichtung → Kaltluftverlust (verschlimmerte Außenkondensation)