R-Pro › Praxisfälle › Kaltwassersätze
Glykolkonzentrationsfehler des Kaltwassers (Frostrisiko)
Wahrscheinliche Ursachen
Ethylenglykolkonzentration unzureichend — unter dem Minimum von 30 %
Prüfen: Die Konzentration vor Ort mit dem Refraktometer in 10 Minuten messen — bei unter 30 % sofort Glykol hinzufügen. Gefrierpunkt-Umrechnung: EG 30 %→-16 °C, 35 %→-20 °C, 40 %→-24 °C.
Maßnahme: Glykolkonzentrat direkt einspritzen, um die Konzentration anzupassen — Auslegungsgefrierpunkt = niedrigste Regionaltemperatur minus 5 °C Sicherheitsmarge. Nach dem Nachfüllen mit dem Refraktometer erneut messen.
Überverdünnung durch überschüssiges Nachfüllwasser — Konzentration nach dem Auffüllen nicht neu eingestellt
Prüfen: Die Leckhistorie und die Refraktometer-Messaufzeichnungen nach jeder Nachfüllwasserzugabe prüfen. Vor Ort sofort messen, wenn in den Regelprüfaufzeichnungen fehlend.
Maßnahme: Ein Nachfüllwasser-Protokoll festlegen: direkt nach dem Nachfüllen mit dem Refraktometer erneut messen → bei unter dem Ziel Konzentrat zur Korrektur hinzufügen. Eine konzentrationsgekoppelte Regelung einstellen, wenn ein automatisches Nachfüllsystem installiert ist.
Glykolabbau (Oxidation) — pH unter 7,0 oder Bräunung weist auf erhöhte Korrosivität hin
Prüfen: Den pH vor Ort mit Streifen oder Messgerät messen — bei pH außerhalb 7,0–9,0 einen Korrosionsinhibitor ersetzen oder hinzufügen. Das Glykol visuell auf braune Verfärbung prüfen.
Maßnahme: Einen Korrosionsinhibitor hinzufügen oder die Lösung vollständig ersetzen, wenn der pH unter 7,0 liegt. Vor einer Kältewelle: die Umwälzpumpe vor dem Abschalten auf niedriger Drehzahl halten oder die elektrischen Frostschutzheizungen aktivieren.
Das Refraktometer ist ein unverzichtbares Feldwerkzeug. EG 30 % = Gefrierpunkt -16 °C. Auf 5 °C unter der tiefsten Temperatur deiner Region einstellen. Bei jedem Nachfüllen neu messen — eine ungemessene Konzentration ist die Hauptursache für Frostschäden.
Alle 565 Fälle laufen offline in R-Pro, dazu Fehlercodes von 62 Marken und P-T-Daten für 108 Kältemittel.
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- Niederdruck-(ND-)Auslösung des Kaltwassersatzes — Kältemittelmangel oder Expansionsventilfehler
- Prozesstemperatur nicht erreichbar — Kaltwassersatz-Sollwert nicht erreicht
- Verdichter reagiert trotz Startbefehl vom Bedienfeld nicht
- Öldruckauslösung / niedriger Ölstand
- Verschmutzung der Wasserverflüssigerrohre (ΔT >5 °C)
- Hochtemperaturauslösung des luftgekühlten Kaltwassersatzes (Umgebung >45 °C)