R-ProPraxisfälleKaltwassersätze

Verschmutzung der Wasserverflüssigerrohre (ΔT >5 °C)

Wahrscheinliche Ursachen

Kalkablagerung (Calciumcarbonat) im Kühlwasser — schlechte Kühlturm-Wasserbehandlung

Prüfen: Den Vor-/Rücklauf-ΔT des Kühlwassers messen (Vorlauf 32 °C vs. Rücklauf >37 °C) — bei ΔT >5 °C sofort eine Rohrreinigung planen. Die Wasserqualität prüfen: pH 7,5–8,5, Leitfähigkeit ≤1.500 μS/cm, Calciumhärte ≤200 mg/L.

Maßnahme: Bürstenreinigung (im Betrieb möglich) → schwere Fälle: 10 % Zitronensäure 2–4 Stunden zirkulieren → neutralisieren (Soda) → spülen. Die Wasserbehandlung verbessern und das Abschlämmventil anpassen (Konzentrationsverhältnis innerhalb 3–4×).

Kühlwasser-Strömungsgeschwindigkeit unter 0,9 m/s — Schleim-/Biofilmbildung

Prüfen: Den Durchsatz mit dem Durchflussmesser oder über ΔT prüfen — ±10 % des Auslegungsdurchsatzes bestätigen. Den Differenzdruck des Y-Siebs prüfen, um eine Verstopfung zu identifizieren.

Maßnahme: Den Durchsatz durch Reinigung des Y-Siebs wiederherstellen → das Kühlwasserpumpen-Laufrad prüfen → eine biozide Wasserbehandlung anwenden, um den Schleim zu unterdrücken.

Kühlturm-Abschlämmung unzureichend — Konzentrationsverhältnis überschritten

Prüfen: Die elektrische Leitfähigkeit des Kühlwassers messen — Konzentrationsverhältnis übermäßig bei >1.500 μS/cm. Die Öffnung des Abschlämmventils und die Einstellungen des automatischen Abschlämm-Timers prüfen.

Maßnahme: Die Öffnung des Abschlämmventils vergrößern — anpassen, um das Konzentrationsverhältnis innerhalb 3–4× zu halten. Die Installation eines automatischen Abschlämmsystems empfehlen, das mit der Leitfähigkeitsmessung gekoppelt ist.

Praxistipp

ΔT >5 °C = sofort Rohrverschmutzung vermuten. Bürstenreinigung ist im Betrieb möglich — keine Abschaltung nötig. Monatliche Wasserqualitätskontrollen (pH, Leitfähigkeit, Härte) sind unerlässlich.

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