R-ProPraxisfälleTiefkühlung und Ultratieftemperatur

CO2-Trockeneisblockade im Expansionsventil (Betrieb unter dem Tripelpunkt)

Wahrscheinliche Ursachen

Niederdruckabschaltung zu niedrig eingestellt (unter 6 bar) — das CO2 erstarrt unter dem Tripelpunkt (-56,6 °C, 5,2 bar) zu Trockeneis

Prüfen: Den Sollwert der Niederdruckabschaltung prüfen — bei unter 7–8 bar sofort anpassen. Die Niederdruck-Auslösehistorie des Reglers prüfen.

Maßnahme: Die Niederdruckabschaltung auf 7–8 bar anheben, um die Tripelpunkt-Sicherheitsmarge zu halten. Bei bestätigter Trockeneisblockade: eine Heißgasabtauung 10 min (Heißgas ~40 °C) durchführen → die Blockade löst sich, dann neu starten.

Überöffnung des Expansionsventils → der Verdampferdruck fällt stark → unter den Tripelpunkt

Prüfen: Die Mindestöffnungsgrenze des EEV prüfen (Mindestschritt des elektronischen Expansionsventils ≥20). Das Verdampferdruckprotokoll prüfen.

Maßnahme: Die Mindestöffnungsgrenze des EEV auf Schritt ≥20 einstellen. Das Magnetventil in geschlossener Position auf Leckage testen (den Druckhalt 30 min beobachten).

Feuchtigkeit vorhanden — unter 5 °C bilden sich Wassereis und Trockeneis gleichzeitig

Prüfen: Die Feuchtigkeitsanzeige des Schauglases prüfen. Einen Säuretest durchführen.

Maßnahme: Nach dem Säuretest den Filtertrockner durch einen CO2-kompatiblen Molekularsieb-Typ ersetzen. Das gesamte Kältemittel absaugen → mit trockenem Stickstoff spülen → evakuieren → nachfüllen.

Praxistipp

CO2 erstarrt unter dem Tripelpunkt (-56,6 °C, 5,2 bar) sofort zu Trockeneis. Den Niederdruckalarm immer über 7 bar setzen. Bei einer Niederdruckauslösung sofort 10 min Heißgasabtauung durchführen, dann die Ursache diagnostizieren.

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