R-ProPraxisfälleTiefkühlung und Ultratieftemperatur

Hochdruckfehler des transkritischen CO2-Systems (Gaskühler-Regelungsfehler)

Wahrscheinliche Ursachen

Ausfall des Gaskühler-Lüftermotors oder Riemenschlupf → unzureichende Wärmeabgabe, der Druck übersteigt 120 bar

Prüfen: Den Lüftermotorstrom messen (±10 % des Nennwerts). Die Lüfterriemenspannung prüfen. Den Druckgasdruck mit dem Hochdruckmanometer prüfen.

Maßnahme: Den Lüftermotor ersetzen oder die Lüfterriemenspannung neu einstellen. Vor Arbeiten an CO2-Systemen immer CO2-klassifizierte Manometer (max 200 bar) verwenden — nie Standard-R404A-Manometer verwenden.

Verschmutzung der Gaskühler-Lamellen (Staub/Fett) → reduzierte Austauschfläche, der Druckgasdruck steigt

Prüfen: Die Gaskühler-Lamellen visuell auf Staub- und Fettverschmutzung prüfen. Den Hochdrucktrend verfolgen, um die Verschmutzungsrate zu bestätigen.

Maßnahme: Die Gaskühler-Lamellen mit Hochdruck waschen (Wasserdruck 15–20 bar), vor dem Neustart vollständig trocknen. Einen regelmäßigen Reinigungsplan aufstellen (mindestens zweimal jährlich).

Schieber des Hochdruckventils (HPV) festgefressen oder Stellantrieb defekt

Prüfen: Das elektrische Signal des HPV prüfen (4–20 mA oder 0–10 V). Ist das Signal normal, aber das Ventil reagiert nicht, ist der Schieber festgefressen.

Maßnahme: Das Ventil bei fehlender Reaktion ersetzen. Den Sollwert des Hochdruck-Sicherheitsventils prüfen (130 bar), die Auslösehistorie im Regler prüfen.

Praxistipp

Vor Arbeiten an CO2-Systemen immer CO2-taugliche Manometer (max 200 bar) verwenden. Nie Standard-R404A-Manometer verwenden. Beim Füllen die CO2-Füllgenauigkeit innerhalb ±0,5 kg halten.

Alle 565 Fälle laufen offline in R-Pro, dazu Fehlercodes von 62 Marken und P-T-Daten für 108 Kältemittel.

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