R-ProPraxisfälleKaltwassersätze

Umschaltfehler des Wärmerückgewinnungskreises → Abwärmeverlust

Wahrscheinliche Ursachen

Spule des 4-Wege-Umschaltmagnetventils (HR-Ventil) durchgebrannt

Prüfen: kann den Kreis nicht umschalten, wenn der Wärmerückgewinnungsmodus angefordert wird

Maßnahme: Den Spulenwiderstand des HR-Magnetventils messen (normal 15–30 Ω): die Spule oder das Ventil bei Durchbrand ersetzen.

Unzureichender Kühlwasserdurchsatz durch den Wärmerückgewinnungswärmetauscher (Enthitzer)

Prüfen: Strömungswächter defekt oder Pumpe gestoppt

Maßnahme: Den Kühlwasserdurchsatz prüfen: die Ein-/Austrittstemperaturdifferenz des Wärmetauschers prüfen (normal 5–8 °C); ist der Durchsatz niedrig, die Pumpe und die Rohrleitungsverstopfungen prüfen.

Wärmerückgewinnungs-Verriegelungsbedingungen des Reglers nicht erfüllt

Prüfen: Verdichterausblastemperatur oder Anforderungssignal nicht eingespeist

Maßnahme: Den HR-Modus vom Service-Menü des Reglers erzwingen: HR-Magnetventilausgang ON → auf das Ventilklicken hören.

Kältemittelleck im HR-Kreis verursacht ein Druckungleichgewicht

Prüfen: das Magnetventil kann nicht öffnen

Maßnahme: Die Lecks des HR-Kreises mit dem niederseitigen Manometer prüfen: nach Abschaltung und Ausgleich müssen die Drücke der HR-Leitung und der Hauptleitung übereinstimmen.

Bruch des Anforderungssignaldrahts der Wärmerückgewinnungslast (Warmwasserspeicher, RLT-Vorheizung usw.)

Prüfen: der Regler bleibt immer im Nicht-Rückgewinnungsmodus

Maßnahme: Durchgangstest an der Anforderungssignalverdrahtung: eine Resistenz ≤1 kΩ bestätigen.

Praxistipp

Ist die Wärmerückgewinnung aktiv, muss die Verflüssigerlüfterdrehzahl sinken — läuft der Lüfter weiter mit voller Drehzahl, arbeitet die WRG nicht wirklich.

Alle 565 Fälle laufen offline in R-Pro, dazu Fehlercodes von 62 Marken und P-T-Daten für 108 Kältemittel.

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