R-ProPraxisfälleTiefkühlung und Ultratieftemperatur

Feuchtigkeitseintritt in die Isolierung → Wärmeleistung halbiert (U-Wert verdoppelt)

Wahrscheinliche Ursachen

Dampfsperrenschaden — Nadellöcher/Risse in der Polyethylenfolie bilden Feuchtigkeitswanderwege

Prüfen: Die Außenwände mit der Wärmebildkamera scannen — Wärmebrücken und Feuchtigkeitszonen erscheinen 2–5 °C kälter als die Umgebung. Ohne Wärmebildkamera: ein Oberflächenthermometer verwenden, um die Innenwand zu kartieren — eine Zone 3 °C+ wärmer als die Umgebung weist auf einen Isolierschaden hin.

Maßnahme: Doppellage PE-Feuchtigkeitssperrband oder Butylkautschuk-Flicken über die Nadellochbereiche. Bei Feuchtigkeitsgehalt >5 %: einen Paneelaustausch erwägen. Feuchtigkeit >10 % oder U-Wert mehr als 100 % über der Auslegung: Austausch erforderlich.

Verschlechterung des Paneelverbindungsdichtmittels — das PU-Paneeldichtmittel schrumpft und löst sich nach 5–10 Jahren

Prüfen: Die Paneelverbindungen visuell prüfen — auf Dichtmittelschrumpfung, Ablösung und Rissbildung prüfen. Wasser von außen auf die Verbindung sprühen, die Kondensation innen prüfen.

Maßnahme: Das alte Dichtmittel entfernen, mit kältebeständigem Polyurethandichtmittel mit Klassifizierung −40 °C füllen. Ist die Abdichtung der Dach-Wand-Verbindung gealtert, die Abdichtung erneuern.

Praxistipp

Feuchtigkeitsgehaltsmessung vor Ort: eine Isolierungs-Kernprobe entnehmen → gravimetrisches Verfahren (Trocknung bei 105 °C, Gewichtsvergleich). Bei >5 % den U-Wert vor Ort messen (Auslegung: 0,20–0,25 W/m²·K für Gefrierraum). Ist der U-Wert >50 % schlechter als die Auslegung, sofort reparieren.

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