R-Pro › Praxisfälle › Eismaschinen
Ungewöhnlich langer Eisproduktionszyklus
Wahrscheinliche Ursachen
Reduzierte Kühlleistung durch Kältemittelmangel
Prüfen: Den R-404A-Saugdruck messen — unter 0,37 MPa (@-15 °C Sättigung) = Mangel; Zyklus normal 12~18 min, über 25 min = anormal.
Maßnahme: Das Leck reparieren → Vakuum 30 min → auf Spezifikation nachfüllen; den Saugdruck nach der Füllung erneut prüfen.
Hohe Verflüssigungstemperatur (erhöhter Kopfdruck)
Prüfen: Den Druckgasdruck messen — R-404A @40 °C Verflüssigung normal ~1,6 MPa; über 2,0 MPa = Verflüssigungsproblem.
Maßnahme: Die Verflüssigerlamellen reinigen; einen Belüftungsabstand sicherstellen; den Lüfterbetrieb prüfen.
Unterversorgung des Expansionsventils
Prüfen: Temperaturunterschied Ein-/Austritt des Verdampfers — unter 5 °C = unzureichender Kältemittelfluss; ist auch der Saugdruck niedrig, EEV unterversorgt.
Maßnahme: Schraubtyp: die Überhitzung auf 4~6 °C einstellen; EEV: die Parameter prüfen, dann ersetzen.
Hohe Eintrittswassertemperatur
Prüfen: Die Eintrittswassertemperatur messen — 10~20 °C normal; über 25 °C verlängert unweigerlich den Gefrierzyklus.
Maßnahme: Die Versorgungsleitung isolieren oder die Versorgung auf kühlere Stunden legen; die erforderliche Produktion mit dem Kunden neu verhandeln.
Einstellwert des Dickensensors zu hoch
Prüfen: Einstellung des Dickensensors — die Ernte startet erst bei Erreichen der eingestellten Dicke; den eingestellten Wert vs. die tatsächliche Eisdicke mit dem Messschieber vergleichen.
Maßnahme: Die eingestellte Dicke auf den Referenzwert einstellen (typischerweise 5~7 mm); eine übermäßige Einstellung reduziert die Produktion.
Gefrierzyklus über 25 min → immer Hoch- und Niederdruck gleichzeitig messen; R-404A-Referenz: Ansaugung 0,37 MPa, Ausstoß 1,6 MPa bei normaler Betriebstemperatur.
Alle 565 Fälle laufen offline in R-Pro, dazu Fehlercodes von 62 Marken und P-T-Daten für 108 Kältemittel.
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