R-ProPraxisfälleKühltürme

Kalkablagerung Verflüssiger/Füllkörper — reduzierter Wärmeübergang

Wahrscheinliche Ursachen

Hohe Härte des Umlaufwassers — CaCO₃-Ausfällung, wenn Ca²⁺/Mg²⁺ 200 ppm übersteigt

Prüfen: Die Härte des Umlaufwassers analysieren — Kalkrisiko über 200 ppm; auch den pH über 8,5 prüfen.

Maßnahme: Hochdruckwasserstrahl (100–150 bar) zur Kalkentfernung → einen Enthärter installieren oder das Abschlämmintervall verkürzen → einen phosphonatbasierten Kalkinhibitor 20–50 ppm dosieren.

Schlechte Abschlämmung — Konzentrationsverhältnis über 5

Prüfen: Den TDS (Leitfähigkeit) messen — über 1500 μS/cm = Überkonzentration; den Betrieb des Abschlämmventils prüfen.

Maßnahme: Sofort eine manuelle Abschlämmung durchführen → den TDS-Sollwert auf 1000–1500 μS/cm zurücksetzen → das automatische Abschlämmventil prüfen/ersetzen.

Kalkinhibitor nicht dosiert oder unzureichende Konzentration

Prüfen: Die Restkonzentration des Kalkinhibitors messen — unter dem empfohlenen 20–50 ppm = unbehandelt.

Maßnahme: Sofort einen phosphonatbasierten Inhibitor 20–50 ppm dosieren → chemische Reinigung (2–3 % Zitronensäurezirkulation) → nach der Säurewäsche neutralisieren und abschlämmen.

Praxistipp

Jeder 1 mm Kalk reduziert die Wärmeaustauscheffizienz um ~10 % — eine jährliche Säurereinigung verdoppelt die Verflüssigerlebensdauer.

Alle 565 Fälle laufen offline in R-Pro, dazu Fehlercodes von 62 Marken und P-T-Daten für 108 Kältemittel.

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