R-Pro › Praxisfälle › Kühltürme
Positiver Legionellen-Nachweis — Ausfall des Hygienemanagements
Wahrscheinliche Ursachen
Keine Biozid-Dosierung oder Restchlor unter 0,2 ppm
Prüfen: Das Restchlor messen — unter 0,2 ppm = sofortige Behandlung nötig; ATP-Lumineszenztest für die mikrobielle Last.
Maßnahme: Sofort abschalten und die Behörden benachrichtigen → Schockchlorierung (5–10 ppm Rest 24 h) → Hochdruckreinigung aller Füllkörper, Rohre, Wasserwannen und physische Entfernung des Biofilms.
Wassertemperatur verweilt im Bereich 25–45 °C — optimale Legionellen-Wachstumszone
Prüfen: Das Wassertemperaturprotokoll prüfen — die im Bereich 25–45 °C verbrachte Zeit identifizieren; während der Niedriglastphasen überwachen.
Maßnahme: Ein kontinuierliches ClO₂-Dosiersystem installieren — 0,3–0,5 ppm Rest halten → erst nach 2–4 aufeinanderfolgenden Wochen negativer Tests neu starten.
Legionellen vermehren sich innerhalb 24 Stunden bei 35–37 °C um das 10-Fache — wöchentliche Prüfungen des Restchlors sind verpflichtend.
Alle 565 Fälle laufen offline in R-Pro, dazu Fehlercodes von 62 Marken und P-T-Daten für 108 Kältemittel.
R-Pro öffnen →Verwandte Fälle
- Unzureichende Kühlleistung während der sommerlichen Hitzespitze
- Verschlechterung/Verstopfung der Füllkörper — reduzierte Wärmeaustauscheffizienz
- Verstopfung/Fehlausrichtung der Sprühdüsen — ungleichmäßige Wasserverteilung
- Unzureichender Lüfterluftstrom — Riemenschlupf / Fehleinstellung der Flügelanstellung
- Kalkablagerung Verflüssiger/Füllkörper — reduzierter Wärmeübergang
- Korrosion von Stahlkonstruktion/Rohrleitung — Ausfall des pH-Managements