R-ProPraxisfälleKühltürme

Korrosion von Stahlkonstruktion/Rohrleitung — Ausfall des pH-Managements

Wahrscheinliche Ursachen

Saurer Betrieb unter pH 6,5 — Eisenionenauflösung und gleichmäßige Korrosion

Prüfen: Den pH präzise mit dem Digitalmesser messen (Teststreifen mit ±0,5-Fehler ausschließen) — unter 6,5 = sofortige Neutralisation nötig.

Maßnahme: Den pH des Umlaufwassers sofort auf das Ziel 7,5–8,2 einstellen — NaOH oder Soda dosieren → Molybdat 10–20 ppm oder kombinierte Zink-/Phosphatbehandlung.

Kontakt ungleicher Metalle — galvanische Korrosion (Kupfer-/Aluminiumlamellen und Kohlenstoffstahl)

Prüfen: Die Kontaktbereiche ungleicher Metalle visuell prüfen — auf Lochfraß oder konzentrierten rotbraunen Rost prüfen.

Maßnahme: Die Kontakte ungleicher Metalle mit Isolierdichtungen oder Kunststoffbuchsen isolieren → die korrodierten Bereiche schleifen und mit Epoxidbeschichtung oder Zinkspray reparieren.

Übermäßige Chlordosierung (Rest-Cl₂ >1,0 ppm) — verursacht Lochfraß auf Edelstahloberflächen

Prüfen: Das Restchlor messen — über 1,0 ppm = Lochfraßrisiko auf Edelstahl; die Edelstahlteile visuell auf Lochfraß prüfen.

Maßnahme: Das Restchlor 0,3–0,8 ppm halten → die Einstellungen des automatischen Dosiersystems prüfen → den vorhandenen Lochfraß vorübergehend mit Epoxid ausbessern, dann einen langfristigen Austausch planen.

Praxistipp

Feld-Teststreifen haben einen Fehler von ±0,5 pH — ein digitales pH-Meter monatlich kalibrieren und für präzise Ablesungen verwenden.

Alle 565 Fälle laufen offline in R-Pro, dazu Fehlercodes von 62 Marken und P-T-Daten für 108 Kältemittel.

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