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Kältemittel-Unter-/Überfüllung — winterspezifische Symptome
Wahrscheinliche Ursachen
[Unterfüllung] Die im Sommer angesammelten Lecks zeigen sich als erste Symptome beim Wintereintritt
Prüfen: übermäßig niedriger Saugdruck
Maßnahme: Nach der Stabilisierung des Heizmodus (15 min) HP, LP, Ansaugüberhitzung und Ausblasüberhitzung gleichzeitig aufzeichnen → das Muster Unterfüllung vs. Überfüllung unterscheiden.
[Unterfüllung] Die Reifzone am Saugrohr schrumpft + die Ansaugüberhitzung steigt über 10 °C
Prüfen: Mit Instrumenten oder visuell prüfen
Maßnahme: [Unterfüllungsprüfung] R-410A-Standard: bei 0 °C außen im Heizbetrieb sollte LP ~6,5–7,5 bar sein; eine Abweichung weist auf eine Unterfüllung hin → das Leck erkennen und nachfüllen.
[Überfüllung] Auf den Standard des Sommer-Kühlmodus gefüllt
Prüfen: Risiko, dass flüssiges Kältemittel während des Winterheizens in den Verdichter gelangt
Maßnahme: [Überfüllungsprüfung] Wiederholte HP-Auslösungen über 27 bar + Ansaugüberhitzung 0–2 °C → Flüssigkältemittelrisiko; etwas Kältemittel absaugen, dann erneut messen.
[Überfüllung] Der Hochdruck steigt übermäßig (über 27 bar für R-410A)
Prüfen: wiederholte Hochdruckauslösung
Maßnahme: Beim Hinzufügen von Kältemittel gleichzeitig die Außentemp, die Ansaugüberhitzung und die Flüssigkeitsleitungsunterkühlung überwachen (Ziel 5–8 °C) → in kleinen Schritten hinzufügen.
Kältemittel ohne Referenzstandard hinzugefügt
Prüfen: besonders schwer zu beurteilen bei Wechselrichtereinheiten aufgrund von Lastschwankungen
Maßnahme: Für Wechselrichtereinheiten vor der Füllmessung in den Maximalfrequenz-Sperrmodus (Servicemodus) wechseln — stabile Lastbedingungen sind wesentlich.
Vor der winterlichen Kältemittelfüllung immer die Außentemperatur protokollieren. R-410A-Ziel: beim Heizen bei 0 °C außen — Saugüberhitzung 5–8 °C UND Flüssigkeitsleitungs-Unterkühlung 5–8 °C gleichzeitig zeigt korrekte Füllung an.
Alle 565 Fälle laufen offline in R-Pro, dazu Fehlercodes von 62 Marken und P-T-Daten für 108 Kältemittel.
R-Pro öffnen →Verwandte Fälle
- Unzureichende Frostschutzkonzentration im Erdreichkreis — Vereisung / schlechter Wärmeübergang
- COP-Abfall beim Heizen bei niedriger Außentemperatur (unter -10 °C)
- Zulufttemperatur unter 40 °C beim Heizen
- Übermäßige Vereisung der Luft-Außeneinheit (Abtaufehler)
- Fehlfunktion der elektrischen Zusatzheizung (Backup-Heizung)
- Kaltluftbeschwerde während des Umkehrzyklus-Abtauens