R-ProPraxisfälleBauteile

Verstopfung der Sprühdüsen des Verdunstungsverflüssigers — hoher Verflüssigungsdruck

Wahrscheinliche Ursachen

Kalk- und Algenansammlung blockiert die Düsenöffnungen (1,5–3 mm) durch schlechte Wasserbehandlung

Prüfen: Bei laufender Sprühpumpe eine gleichmäßige Benetzung oben an der Batterie visuell prüfen. Jede Trockenstelle → diese Düsen prüfen. Die Düse entfernen und die Öffnung endoskopieren oder einen Lichtdurchlässigkeitstest durchführen. Den Sammlerabzweigdruck prüfen — höher als normal = stromabwärts Blockade.

Maßnahme: 1) Alle Düsen entfernen, in 10 % Zitronensäure 30–60 min einweichen, um den Kalk aufzulösen 2) Die Algen mit einer 100-ppm-Natriumhypochloritwäsche entfernen 3) Den Öffnungsdurchmesser mit dem Messschieber messen — bei >10 % Vergrößerung ersetzen 4) Den Inline-Filter (100 Masche) vor dem Zusammenbau prüfen/ersetzen 5) Wassermanagement: Leitfähigkeit <2000 μS/cm, Härte <150 ppm.

Verschleiß des Sprühpumpen-Laufrads verursacht Sprühdruckabfall (unter der Auslegung 1,5–2,5 bar)

Prüfen: Den Sammlerdruck messen — unter der Auslegung 1,5–2,5 bar bestätigt das Problem. Den Pumpendruck vergleichen; Abfall >2 bar (nach Rohrverlusten) lässt ein Laufradproblem vermuten. Demontieren: den Laufradverschleiß und das Gehäuseringspiel prüfen (typische Grenze ≤0,3 mm).

Maßnahme: 1) Das Laufrad ersetzen (OEM, SS316 oder Bronze) 2) Die Gehäuseringe gleichzeitig ersetzen 3) Die Gleitringdichtung prüfen/ersetzen 4) Die Welle mit dem Laser-Ausrichtgerät neu ausrichten 5) Bei der Inbetriebnahme den Druck/Strom im Normalbereich prüfen und die Basislinie protokollieren.

Winterfrost reißt oder verschiebt einige Düsen

Prüfen: Nach dem Winterneustart die Düsen visuell auf Risse prüfen. Metalldüsen zeigen Haarrisse; Kunststoffdüsen zeigen weiße Spannungsrisse. Das Sprühmuster prüfen — asymmetrisch bedeutet Fehlausrichtung oder Riss. Die Frostentleerungsaufzeichnungen des Vorjahres prüfen.

Maßnahme: 1) Alle gerissenen/beschädigten Düsen ersetzen (der OEM-Spezifikation entsprechen) 2) Die vertikale/Winkel-Ausrichtung auf den Auslegungssprühwinkel zurücksetzen 3) Wintermaßnahmen: eine vollständige Entleerung standardisieren, die Beckenheizungen und die Begleitheizung prüfen 4) Die Beckenheizung automatisieren, wenn die Umgebung <5 °C 5) Ablassventile an den Tiefpunkten der Sprühleitung sicherstellen.

Algenwachstum in Füllkörpern/Packung erhöht den Luftströmungswiderstand

Prüfen: Die Füllkörperverfärbung visuell prüfen (grüner/brauner Schleim). Den Druckabfall messen — >200 % der sauberen Basislinie = ersetzen. Wasserqualität: pH, Leitfähigkeit, biologische Zählung (Bakterien/Pilze). Die Lichtexposition prüfen — direktes Sonnenlicht auf den Füllkörpern beschleunigt das Algenwachstum 5×.

Maßnahme: 1) Die Füllkörper entfernen, Hochdruckwäsche; bei schwerem Zustand ersetzen 2) Routine-Algiziddosierung: 0,5–1 ppm Chlor + zweiwöchentlich nicht oxidierend halten 3) Beschattungsabdeckungen installieren, um direktes Sonnenlicht auf den Füllkörpern zu blockieren 4) Abschlämmung/Nachfüllung neu ausbalancieren, um den COC zu senken 5) Einen 50-μm-Nachfüllwasser-Vorfilter installieren.

Defektes Wasserstand-Regelventil verursacht unzureichende Wasserzufuhr → teilweiser Trockenlauf der Batterie

Prüfen: Den Beckenstand gegen den Schwimmersollwert messen — eine Abweichung >5 cm weist auf einen Ventilfehler hin. Den Durchflussmesser der Nachfüllleitung prüfen. Das Schwimmerventil manuell betätigen, um die Öffnungs-/Schließbewegung zu testen. Bei elektronischen Niveausensoren die Niedrigstand-Alarmprotokolle prüfen.

Maßnahme: 1) Das Schwimmerventil demontieren: O-Ringe/Sitz ersetzen, die Korrosion vom Gestänge entfernen 2) Den Niveausollwert zurücksetzen (5 cm unter dem Überlauf) 3) Den elektronischen Sensor ersetzen/kalibrieren 4) Redundanz: Schwimmer + elektronischer Sensor empfohlen 5) Prüfen, dass der Niedrigstandalarm die Sprühpumpe zum Schutzstopp verriegelt.

Unzureichende Abschlämmung erhöht die Chloridionenkonzentration → Lochfraßkorrosion an den Batterien

Prüfen: Die Kühlwasserleitfähigkeit messen — mit dem Auslegungs-COC vergleichen (Konzentrationszyklen). Typisch 3–5×. Das Chlorid direkt messen — >300 ppm = Lochfraßrisiko. Eine Batterieprobe schneiden und auf Lochfraß prüfen (kleine Oberflächenlöcher).

Maßnahme: 1) Die Öffnung des Abschlämmventils vergrößern oder einen leitfähigkeitsbasierten automatischen Abschlämmregler installieren 2) Die Ziel-Leitfähigkeit einstellen: Nachfüll-Leitfähigkeit × Ziel-COC (typischerweise 3–5) 3) Bei gelochten Batterien einen Epoxid-Flicken/Rohrversiegelung als Zwischenlösung anwenden, bei schwerem Zustand ersetzen 4) Langfristig: einen Korrosionsinhibitor dosieren (Tolyltriazol, Polyphosphat) 5) Korrosionscoupons installieren und eine Korrosionsrate <0,1 mm/Jahr prüfen.

Praxistipp

Schnelle Düsenverstopfungsprüfung: bei laufender Sprühpumpe die Oberseite der Batterie beobachten. Trockenstellen (nicht vom Wasser erreicht) finden → diese Düsen sofort ersetzen.

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