R-ProPraxisfälleBauteile

Ausfall bestehender Kupferrohre und Dichtungen durch R32-Hochdruck-Inkompatibilität

Wahrscheinliche Ursachen

Maximaler Betriebshochdruck von R32 3,6–3,8 MPa

Prüfen: überschreitet den Auslegungsdruck der bestehenden R410A-Kupferrohrleitung (3,0 MPa)

Maßnahme: Durch ein Hochdruck-Kupferrohr für R32 ersetzen: Wandstärke nach ASTM B280, AD 1/4" → t ≥0,76 mm, Auslegungsdruck ≥4,5 MPa.

R410A-Spezifikationsdichtungen (NBR, Neopren) härten aus und reißen in der Hochtemperatur- und Druckumgebung von R32

Prüfen: Mit Instrumenten oder visuell prüfen

Maßnahme: Alle Dichtungen und O-Ringe durch R32-kompatibles Material ersetzen (EPDM oder FKM empfohlen, NBR verboten).

Bördelverbindungen erleiden einen Ermüdungsbruch durch Vibration und Druckzyklen von R32 (Bördelwinkel 45° vs. empfohlen 36–40°)

Prüfen: Mit Instrumenten oder visuell prüfen

Maßnahme: Alle Bördelverbindungen neu machen: den Bördelwinkel 36–40° prüfen, ein zölliges Bördelwerkzeug verwenden.

Bestehende Rohrleitung und Fittings ohne Spezifikationsprüfung bei der Nachrüstung wiederverwendet

Prüfen: Mit Instrumenten oder visuell prüfen

Maßnahme: Den Abstand der Rohrhalteschellen erneut prüfen (alle ≤1,5 m an horizontalen Strecken befestigen, Schwingungsdämpfung anwenden).

Wiederholte Druckzyklen während des Langzeitbetriebs breiten Risse an Schwachstellen aus

Prüfen: Mit Instrumenten oder visuell prüfen

Maßnahme: Nach der Umstellung eine Dichtheitsprüfung bei 3,6 MPa mit 30 Minuten Haltezeit durchführen — vor dem Füllen null Druckänderung bestätigen.

Praxistipp

Für die R32-Umrüstung einen Rohrleitungs-Auslegungsdruck ≥4,5 MPa bestätigen. Bestehende R410A-Leitungen (Nennwert 3,0 MPa) müssen immer ersetzt werden.

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