R-ProPraxisfälleBauteile

Unterbrechung der Magnetventilspule — Pump-down-Fehler

Wahrscheinliche Ursachen

Spulenüberhitzung — innere Wicklung offen

Prüfen: Eine Spulenoberfläche >60 °C deutet auf Überhitzung hin; den Spulenwiderstand mit dem Multimeter messen — normal 5~50 Ω, ∞ bestätigt einen offenen Stromkreis.

Maßnahme: Die Spule entfernen → visuell auf Brandspuren prüfen → durch eine neue Spule ersetzen (die Spannung 24V/110V/220V prüfen) → gleichzeitig den O-Ring ersetzen → den Nennstrom ±10 % nach dem Austausch bestätigen.

Falsche Spulennennspannung angelegt

Prüfen: Die Spannungskennzeichnung auf dem Spulenetikett mit der tatsächlichen Versorgungsspannung vergleichen; eine 110V-Spule an 220V brennt sofort durch.

Maßnahme: Die Versorgungsspannung prüfen und durch die passende Spulenspezifikation ersetzen; ist eine Überspannung die Ursache, einen SPD (Überspannungsschutz) installieren.

Festfressen des Ankerkolbens verursacht Spulenüberstrom und Durchbrand

Prüfen: Die Spule entfernen, den Kolben mit einem Magneten testen — keine Bewegung = festgefressen; Fremdablagerungen (Schlamm, Metallpartikel) können den Kern-Kolben-Spalt blockieren.

Maßnahme: Den Kolben reinigen und wieder zusammenbauen; ist die Ursache ein Fremdkörper, den Filtertrockner ersetzen und den Ölzustand prüfen; den Pump-down-Kreis erneut testen (prüfen, dass der Niederdruckschalter korrekt abschaltet).

Praxistipp

Beim Spulenwechsel immer den O-Ring ersetzen. Ist die Spulenoberfläche zu heiß zum Anfassen (>60 °C), sofort Spannung und Strom erneut prüfen.

Alle 565 Fälle laufen offline in R-Pro, dazu Fehlercodes von 62 Marken und P-T-Daten für 108 Kältemittel.

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